Echte Hilfsbereitschaft schenkt die Kraft.

Zeigt Ihr Kind im Alltag viel Hilfsbereitschaft und Verständnis? Nimm es sich selbst manchmal zurück und vernachlässigt seine eigenen Bedürfnisse? Ist Ihr Kind sehr vertrauensvoll zu anderen Menschen und zeigt ein hohes Harmoniebedürfnis? Dann scheint Ihr Kind sehr sozial ausgerichtet zu sein, doch die Balance zwischen zu viel und zu wenig ist entscheidend.

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Verträglichkeit – das rechte Maß entscheidet
Verträglichkeit ist eine an sich sehr erwünschte soziale Eigenschaft: Wer sehr verträglich ist, gilt normalerweise als beliebt wegen seinen kooperativen, verständnisvollen und hilfsbereiten Verhaltens. Andererseits fehlt sehr verträglichen Menschen oft eine gesunde Skepsis und ein Bewusstsein für die eigenen Belange. Es ist also nicht so, dass ein hoher Punktwert bei der Verträglichkeit ausschließlich positiv, ein geringer ausschließlich negativ zu sehen ist. Beide Seiten der Verträglichkeit haben positive Aspekte, so dass das rechte Maß an Verträglichkeit entscheidend ist. Man darf auch nicht vergessen: Je besser es einem selbst geht, umso besser kann man anderen helfen.

Balanceakt Diplomatie
Vermitteln Sie Ihrem Kind die Grundzüge von Diplomatie. Als „diplomatisch“ bezeichnen wir es, wenn man Konflikte friedlich und zum Wohle aller löst. D. h. es geht nicht darum, die eigenen Wünsche „um des lieben Friedens willen“ hinten an zu stellen, sondern eine Lösung zu finden, die die Bedürfnisse aller Beteiligten berücksichtigt. Suchen Sie bei alltäglichen Problemen und Streitereien nach einer Lösung, mit der alle leben können. Welcher Kompromiss wäre denkbar, der allen Beteiligten entspricht?

Teamgeist
Gute Teamspieler brauchen vor allem Kompromissbereitschaft, Vertrauen und den Glauben an die Fähigkeiten der anderen. Sie können die Teamfähigkeit fördern, indem Sie Projekte in der Familie, wie zum Beispiel einen Ausflug gemeinsam planen. Die einzelnen Aufgaben müssen nun gerecht und angemessen auf einzelne Familienmitglieder oder „kleine Teams“ verteilt werden, um am Ende das gemeinsame Ziel zu erreichen: einen schönen, erlebnisreichen, also gut und gemeinsam organisierten Ausflug erleben.

Harmoniebedürfnis und Nachgiebigkeit
Eine Stärke verträglicher Menschen ist es, nicht auf ihren eigenen Standpunkt bestehen zu müssen. Fördern Sie bei Ihrem Kind ein gewisses Gefühl dafür, wann man für seinen Standpunkt unnachgiebig eintreten muss – und wann es besser ist, kooperativ zu sein. Seien Sie einfach mal scheinbar unnachgiebig in allem, so dass absolut keine Kompromisse möglich sind. Ihr Kind wird sicher schnell merken, wie unangenehm eine solche „Sturheit“ wirkt.

Vertrauen in die guten Absichten anderer
Grundsätzlich ist im Umgang mit anderen Menschen eine wohlwollende und positive Einstellung erfolgreicher – auch wenn manchmal ein gewisses Misstrauen hilfreich ist. Vertrauen kann motivierend wirken. So schaffen es verträgliche Menschen oft, eine „beflügelnde“ Atmosphäre herzustellen, weil sie in die Fähigkeiten und guten Absichten anderer glauben.Zeigen Sie Ihrem Kind im Alltag immer
wieder, wie positiv es wirkt, wenn man hört: „Ich glaube an dich! Du schaffst das!“

„gesunder“ Egoismus
Sich selbst ab und zu zurücknehmen zu können ist schön – aber es muss auch Grenzen haben. Darauf sollten Sie bei Ihrem Kind auch achten. Fördern Sie bei Ihrem Kind auch den Blick für die eigene Person, indem Sie zum einen Ihr Kind selbst wichtig nehmen (Wie geht es dir? Was möchtest du? Was brauchst du?). Zum anderen sollten Sie Ihr Kind ermutigen, sich diese Fragen selbst zu stellen.

„gesunde“ Skepsis
Es ehrt jemanden zwar, wenn er anderen Menschen konsequent gute Absichten unterstellt. Aber jeder weiß, dass das leider nicht immer tatsächlich der Fall ist. Eine Möglichkeit, den Blick für die wahren Absichten eines Menschen bei Ihrem Kind zu schärfen ist, sich Worte UND Taten der Menschen anzuschauen und miteinander zu vergleichen. Sie können dann zusammen mit Ihrem Kind beurteilen, ob beides zusammenpasst – oder ob die Worte leere Versprechen bleiben.

Gibt der Klügere wirklich immer nach?
Stur auf seiner Meinung zu beharren geht anderen sicher bald auf die Nerven. Immer nachzugeben kann aber auch so aufgefasst werden, dass man eigentlich keine eigene Meinung hat. Beide Extreme führen dazu, dass man nicht gleichzeitig als Gruppenmitglied anerkannt, aber auch als Individuum wahrgenommen wird. Fördern Sie das richtige Maß bei Ihrem Kind, indem Sie mit ihm über konkrete Konfliktsituationen sprechen und ihm sagen, was Sie getan hätten. Zeigen Sie ihm, dass es drei Möglichkeiten gibt, die alle in bestimmten Situationen richtig sein können: 1. nachgeben, 2. einen Kompromiss finden, 3. den eigenen Standpunkt nachdrücklich vertreten.